Zwickauer Hochschule forscht an Batterie-Oberleitungsbus
Die Westsächsische Hochschule forscht an einer neuen Generation von Oberleitungsbussen. In Zwickau waren sie zum Beispiel bis 1977 im Einsatz. In ganz Deutschland fahren Obusse nur noch in drei Städten.
Auf dem Scheffelberg-Campus haben Studenten und ihre Betreuer einen Dieselbus zum Batterie-Oberleitungsbus umgebaut. Jetzt geht es darum, die sogenannten Stromabnehmerstangen so zu programmieren, dass sie sich fehlerfrei auch nach einer oberleitungsfreien Strecke wieder selbstständig an die Oberleitung anlegen. So können die Obusse Streckenabschnitte mit und ohne Oberleitung problemlos bewältigen.
Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat sich am Montag vor Ort darüber informiert, wie weit das Projekt gediehen ist. Es soll zum Jahresende abgeschlossen sein.
Projektleiter Professor Matthias Thein sieht in Oberleitungsbussen die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs: „Der Batterie-Oberleitungsbus ist quasi das verkannte Genie im ÖPNV. Er ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht das nachhaltigste nicht-schienengebundene Fahrzeug im Bereich der E-Mobilität.“