• In diesem Technikhaus wird das Grubenwasser nach oben gepumpt. (c) Redaktion

Zwickauer Hochschule wird jetzt auch mit Grubenwasser geheizt

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2006 hatten Experten eine Idee: Ob man denn mit warmem Grubenwasser Gebäude in der Zwickauer Innenstadt heizen könnte? Geothermie heißt das in der Fachsprache. Dann wurde gerechnet, gebohrt und analysiert. Jetzt, zwölf Jahre später, ist aus der Vision Wirklichkeit geworden.

Teile der Hochschule werden nun tatsächlich mit warmem Wasser versorgt, das aus 628 Metern Tiefe stammt. Am Dienstag wurde das Technikgebäude neben der Glückauf-Brücke, vollgestopft mit Leitungen und Pumpen, offiziell in Betrieb genommen.

4,6 Millionen Euro haben Bund und Land bisher investiert in das Pilotprojekt, das von der Hochschule auch weiterhin wissenschaftlich begleitet wird. Das verbrauchte, salzhaltige Wasser wird übrigens in die Mulde eingeleitet - außer bei Niedrigwasser. Aber längst wurde eine weitere Idee geboren: In dem Salzwasser könnten auch Fische und Algen gezüchtet werden. Es bleibt spannend.