Zwickauer OB Findeiß: „2017 war ein gutes Jahr!“
"2017 war für die Stadt Zwickau ein gutes Jahr" - das hat Oberbürgermeisterin Pia Findeiß am Montag beim Pressegespräch zum Jahresende gesagt. "Wir haben viele Dinge angeschoben und fertiggestellt. Kitas, Schulen und Spielplätze sind saniert und neugebaut worden. Auch in Sachen Straßenbau wurde viel getan und was die Infrastruktur angeht." Positiv fand die Oberbürgermeisterin vor allem, dass Leute, die sich ehrenamtlich in Zwickau engagieren, erstmals mit einem Empfang gewürdigt wurden. "Das soll ab jetzt zur Tradition werden, denn so können wir die Menschen auch weiterhin motivieren, sich füreinander und ihre Stadt einzusetzen", sagte sie.Neben allem Positiven, stelle sie leider insgesamt auch fest, dass ein großer Teil der Menschen in Zwickau unzufrieden ist. Das mache sie betroffen und zeige, dass es in der Kommunalpolitik weiterhin viele Baustellen gibt. Eine ist die Kommunikation mit den Bürgern. Man müsse noch mehr mit ihnen das Gespräch suchen und weiter auf Transparenz setzen bei vielen Projekten in der Stadt. "Ich bekomme viel Post von Leuten, die Kritik üben an der Politik in Zwickau. Schade ist, dass viele von ihnen nicht mit mir über ihre Kritikpunkte sprechen wollen, obwohl ich dafür offen wäre", so Findeiß. Deshalb will sie auch 2018 wieder bei Stadtspaziergängen oder Einwohnerversammlungen auf die Zwickauer zugehen. Auch die Fahrradtour soll es wieder geben. Sorgen macht sich Findeiß weiterhin über die Entwicklung rechtsextremer Tendenzen in der Stadt. Die seien auch 2017 nicht weniger geworden, sagte sie mit Blick auf die Reichsbürger-Szene oder die Partei der III. Weg. "Ich stehe auf dem Boden des Grundgesetzes und kann diese Sichtweisen nicht unterstützen. Ich kann nur alle aufrufen, daran zu arbeiten, dass wir unser demokratisches Miteinander unterstützen und nicht diesen rechtsradikalen Ideen nachrennen." Auf das anstehende Festjahr blickt Pia Findeiß optimistisch. "Ich hoffe, dass wir unsere Stadt zu ihrem 900-jährigen Jubiläum in einem positiven Licht darstellen können." Zwickau sei vorbereitet auf die künftigen Aufgaben. "Wir sind jetzt das Zentrum der E-Mobilität von VW in Europa. Das ist eine Herausforderung, aber vor allem auch eine großartige Chance für die Stadt.", sagte die Oberbürgermeisterin. Die Weichen dafür seien ja bereits gestellt worden - mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Zwickau und Volkswagen.