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Zwickauer OB verleumdet? Prozess gegen drei Männer fortgesetzt

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Im Verleum­dungs­pro­zess um die Zwickauer Oberbür­ger­meis­terin Pia Findeiß (SPD) sind weitere Zeugen gehört worden. Die drei Angeklagten im Alter von 41, 49 und 53 Jahren sollen der Stadt­chefin öffent­lich unter­stellt haben, zwei IS-Terro­risten in ihrem Wohnhaus beher­bergt zu haben. Bei einem Stadt­spa­zier­gang im August 2016 gab es nach Angaben mehrerer Zeugen, darunter der Politi­kerin selbst, diverse derar­tige Zwischen­rufe. Am dritten Verhand­lungstag vor dem Amtsge­richt Zwickau bestä­tigte ein weiterer Zeuge am Mittwoch die Vorfälle. Die Veran­stal­tung sei durch die Störer stark beein­träch­tigt worden, sagte der Leiter des städti­schen Garten- und Fried­hofs­amtes. Einzeln zuordnen konnte er die Rufe jedoch nicht. Ein im Gerichts­saal gezeigtes Video, das zwei der Angeklagten aufge­nommen und später ins Internet gestellt haben sollen, belegt die aufge­heizte Stimmung bei der Veran­stal­tung. Ein weiterer Mann im Zeugen­stand sagte, dass die Formu­lie­rungen nur in Form von Fragen an die Kommu­nal­po­li­ti­kerin gerichtet gewesen seien. Der 36-Jährige ist ein Bekannter der Angeklagten. Er war ursprüng­lich Direkt­kan­didat des AfD-Kreis­ver­bandes Zwickau für die Bundes­tags­wahl im September, wurde inzwi­schen aber geschasst. Der Prozess geht am 9. August in die vierte Runde. Wann ein Urteil gespro­chen werden soll, ist offen.