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Zwickauer Rollis melden Insolvenz an

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Der BSC Rollers Zwickau ist pleite. Am Freitag hat der Rollstuhlbasketball-Bundesligist beim Amtsgericht Chemnitz Insolvenz beantragt – zum zweiten Mal seit 2013.

Vor Journalisten sagte Vereinschef Jürgen Wicka, dass bis Jahresende 55.000 Euro fehlen. Als Grund nannte er Misswirtschaft in der Saison 2015/16, als ein Fehlbetrag von 100.000 Euro aufgelaufen war. Es sei nicht gelungen, das Minus bis heute auszugleichen.

Stimmt das Gericht einem Insolvenzverfahren zu, wollen die Rollers die Saison zu Ende spielen, um die Lizenz zu behalten, damit nächstes Jahr ein Start in der zweiten Bundesliga möglich ist. Die erste Liga sei finanziell so oder so nicht mehr machbar. Lehnt das Gericht mangels Masse ab, wird der Verein aufgelöst. Ein Neuanfang wäre dann nur in der fünften Liga möglich.

Wicka zeigte sich optimistisch, dass es weitergeht. Wichtige Sponsoren hätten erklärt, bei der Stange zu bleiben. Das treffe auch auf die Spieler zu, die im November und Dezember kein Geld sehen werden.

Am Samstag empfangen die Rollers in der heimischen Sporthalle Mosel die Baskets 96 Rahden. Das Spiel findet auf jeden Fall statt. Hochball ist 16 Uhr.

Der BSC Rollers spielt seit 22 Jahren in der Bundesliga, war 2002 Deutscher Meister und hatte es bis in die Champions League geschafft.

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Präsident Jürgen Wicka
Trainer Marco Förster