Zwickauer Staatsanwalt geht gegen „Reichsbürger“ vor
Sogenannte Reichsbürger stehen zunehmend in Visier der Behörden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Zwickau Waffen und Munition beschlagnahmen lassen. Gegen eine Frau und einen Mann ist Anklage erhoben worden.
Bei der Frau soll es sich um eine bekennende „Reichsbürgerin“ aus Zwickau handeln. Sie hatte in einer ARD-Dokumentation erklärt, finanzielle Forderungen gegenüber Behörden versendet zu haben.
Der Beschuldigten wird vorgeworfen, gegen eine Rechtspflegerin und eine Gerichtsvollzieherin Schadenersatzforderungen in Höhe von 60 und 130 Millionen Euro geltend gemacht zu haben.
Dem Mann wirft die Staatsanwaltschaft vor, von einem Strafrichter Schadenersatz in Höhe von 20 Millionen Euro gefordert haben.
Dazu sollen sie ihre laut Staatsanwaltschaft Fantasie-Forderungen in ein US-Schuldnerregister eintragen lassen haben. Die Forderungen hätten sie dann an ein von „Reichsbürgern“ in Malta gegründetes Inkasso-Unternehmen abgetreten.