Zwickauer Stadtrat segnet Bebauungsplan für Großgefängnis ab
Wer auf einem Grundstück etwas bauen will, braucht einen Bebauungsplan. Auch die Länder Sachsen und Thüringen, die in Marienthal gemeinsam ein neues Großgefängnis errichten wollen, können nicht ohne Bebauungsplan loslegen. Seit Donnerstagabend liegt der nun vor. Der Stadtrat hat ihn nach langer Diskussion mehrheitlich beschlossen. BfZ/Grüne-Fraktionschef Tristan Drechsel erinnerte noch einmal daran, dass es über 10.000 Unterschriften für einen Bürgerentscheid gab, die dann aber nicht zugelassen wurden. Die Klage der JVA-Gegner deswegen laufe immer noch, hieß es. Auch das Problem der Altlastensanierung und die enorme Kostenexplosion wurden mehrfach angesprochen. All das sei aber nun Sache der Bauherren und eben nicht der Stadt, so Baubürgermeisterin Kathrin Köhler. Der Bebauungsplan regelt z. B. dass die Zufahrt über die Olzmannstraße und nicht über die Bühlaustraße erfolgen soll. Ärgerlich für die Kleingärtner dort. Ihr Antrag auf einen Lärmschutzstreifen wurde verworfen. Das Großgefängnis wird für 820 Häftlinge gebaut, es soll 2020 in Betrieb gehen. Geplante Kosten: aktuell 171 Millionen Euro.