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Zwickauer Stadtrat will Verkauf der „Posthalterei“ verhindern

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Die Stadt will die alte "Posthalterei" loswerden. Im Internet steht sie für 360.000 Euro zum Verkauf. Stadtrat Tristan Drechsel von den Bürgern für Zwickau wundert sich über die Offerte. Denn dieses markante, denkmalgeschützte Gebäude könnte doch die neue Spielstätte für das "Theater in der Mühle" werden, meint er. Dessen Stammhaus soll ja abgerissen werden. Drechsel warnt davor, dass die Posthalterei zur Investruine oder zum Spekulationsobjekt verkommen könnte. Auf der Stadtratssitzung am Donnerstag erwartet er Antworten auf die Fragen, wer entschieden hat, den Innenstadtkomplex zu verkaufen und warum. Und er will von der Stadtverwaltung wissen, was gegen seinen Vorschlag spricht. So wirbt die Stadt im Internet für den Kauf:Das Kulturdenkmal "Letzte Posthalterei" (1833 bis 1922 Sitz der letzten Posthalterei) gehört zu einer Gruppe national bedeutsamer Monumente im nordöstlichen Zwickauer Stadtkern mit Schloss Osterstein, Kornhaus und Katharienkirche. Es handelt sich um ein stattliches Bürgerhaus der Renaissance mit reicher Ausstattung (Laubengänge, Sitznischenportal, Deckenmalerein), welches nach 1530 durch die Zusammenlegung zweier kleiner Gebäude entstand. Das gesamte Areal ist archäologisch bedeutsam, da die Anfänge der Entwicklung bis in die Zeit der Stadtentwicklung zurückreichen.