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Zwickauer Stadtspitze uneins über Umgang mit anonymem Brief

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Im Rathaus gibt es verschiedene Ansichten dazu, wie mit dem anonymen Brief über mögliche Ungereimtheiten bei sechs Zwickauer Bauprojekten umgegangen werden sollte. Während Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) am Montag an die Öffentlichkeit ging und eine externe Prüfung ankündigte, hält der Finanzbürgermeister offenbar nichts davon. Bernd Meyer (Linke) sagte am Dienstag im Finanzausschuss, er habe schon immer "Zeit, Kosten und Mühe gescheut, auf anonyme Briefe zu reagieren." An die 50 habe er mittlerweile erhalten. In dem sechsseitigen Brief an den Landrat, der unserem Sender vorliegt, tauchen Namen von Bürgermeistern, Stadträten und Unternehmern auf. Die Verfasser schreiben von überhöhten Zahlungen für Bauleistungen. Genannt werden u.a. zwei Kitas, das Theater und das Konservatorium. Noch am Dienstag nach der Sitzung des Finanzausschusses haben zehn Stadträte von SPD, AfD, Linken, CDU, BfZ/Grünen und Freien Wählern bei der Oberbürgermeisterin Einsichtnahme in den anonymen Brief beantragt. Das ist die Mindestanzahl (Quorum), die für so einen Antrag nötig ist.