Zwickauer Theater feiert neue Spielzeit mit 25 Premieren
Ein Opern-Klassiker wie Verdis "Aida" und hochaktuelle Stücke zu 30 Jahren Mauerfall: Mit 25 Premieren startet das Theater Plauen-Zwickau in die kommende Spielzeit. Mit dem Spielzeit-Motto "Erwartungen" verbindet das Drei-Sparten-Haus vor allem die Hoffnung auf einen pünktlichen Wiedereinzug in die Zwickauer Hauptspielstätte im Oktober 2020, sagte Generalintendant Roland May am Mittwoch. Das Gewandhaus als wichtigste Bühne wird seit 2017 saniert. Durch Probleme beim Bau ist es mittlerweile die vierte Interimsspielzeit für die Theatermacher. Ursprünglich sollte das 500 Jahre alte Denkmal bereits dieses Frühjahr fertig sein. Auf dem Spielplan 2019/20 stehen unter anderem Mozarts "Don Giovanni", ein Tanzstück nach Vivaldis "Die vier Jahreszeiten" und eine Bühnenfassung von Til Schweigers "Honig im Kopf". Das Philharmonische Orchester setzt den Schwerpunkt auf die "drei symphonischen B - Beethoven, Brahms, Bruckner", sagte Generalmusikdirektor Leo Siberski bei der Vorstellung der neuen Spielzeit. Zudem habe man mit Frank Dupree einen jungen aufstrebenden Pianisten für vier Konzerte als Solisten gewinnen können. Die Schauspiel-Sparte widmet zwei Produktionen dem Wende-Jubiläum. Mit dem Stück "Die bessren Zeiten sagen guten Tag" spürt Intendant May als Regisseur mit Prosa, Lyrik und Musik der Frage nach, wie die deutsche Wiedervereinigung auch hätte ablaufen können. Die Komödie "Wir sind auch nur ein Volk" spiele hingegen mit typischen DDR-Klischees von Stasi bis FKK. Mit der Rückkehr zum Flächentarifvertrag aus Mitteln des Kulturpakts des Landes Sachsen entfällt ab der kommenden Theatersaison die dreiwöchige Schließzeit, erläuterte May. Das ermögliche mehr Vorstellungen und längere Laufzeiten einzelner Produktionen. Erstmals seit 2005 bekommen die Theaterleute damit wieder volles Gehalt. Bisher verzichten sie auf rund 13 Prozent ihres Geldes und erhalten dafür einen Freizeitausgleich. (dpa)