++ EIL ++

Zwickauer wegen Baby-Misshandlung verurteilt

Zuletzt aktualisiert:

Weil er seine kleine Tochter misshandelt hat, ist ein Mann aus Zwickau zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Richter am Amtsgericht sahen es als erwiesen an, dass der 29-Jährige das vier Monate alte Baby heftig geschüttelt hat, weil es schrie. Er sei in Panik geraten und habe seine eigenen Kräfte nicht mehr unter Kontrolle gehabt.

Ohne eine Operation hätte das kleine Mädchen nicht überlebt, so Gerichtssprecherin Sibylle Peters. Rechtsmediziner Hans-Peter Kinzl sagte, dass die Kleine bis heute ein krampfdämmendes Mittel bekomme, weil sie seit dem Vorfall Anfälle habe, die einer Epilepsie ähneln, bedingt durch das Schütteltrauma. Ob das so bleibt, werde sich zeigen.

Als strafmildernd wirkte sich aus, dass der Mann die Tat gestanden hat und bis dato nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war. Nach dem Urteil darf er sich jetzt drei Jahre lang nichts zu Schulden kommen lassen. Das Paar will seine Beziehung fortsetzen, bestätigten beide. „Es ist ein Papa-Kind“, erklärte die Mutter dem Gericht. Das Mädchen habe keine Angst vor dem Vater. Auch das Jugendamt habe einer gemeinsamen Wohnung zugestimmt, so die Mutter weiter. 

Audio:

Gerichtssprecherin Sibylle Peters über die Verletzungen des Kindes