Zwickaus OB Findeiß gibt potenziellem Schocken-Sanierer Mietversprechen
Die Oberbürgermeisterin hat dem potenziellen Schocken-Kaufhaus-Sanierer GP Papenburg Hochbau GmbH zugesichert, dass die Stadt eine Etage für Ämter anmieten wird - zu einem "wirtschaftlich vertretbaren ortsüblichen Mietpreis". Das steht in einem uns vorliegenden Brief von Pia Findeiß an den Projektentwickler von Papenburg.Wörtlich heißt es: "Die zeitgemäße Unterbringung von öffentlichen Einrichtungen im ehemaligen Schocken-Warenhaus bedeutet eine zukunftsfähige Projektentwicklung, zu der wir uns als Stadt Zwickau sehr gern mit dem Freistaat gemeinsam auf den Weg begeben möchten." Für den Freistaat hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer persönlich zugesagt, sich ums Schocken kümmern zu wollen. Auch das Land plant offenbar, Büroflächen anzumieten. Verkauft haben die Schocken-Erben in Israel allerdings noch nicht. Aus noch geheimen Unterlagen für den Finanzausschuss am 4. September geht lediglich hervor, dass Papenburg bei dem Eigentümervertreter in Deutschland ein verbindliches Angebot vorgelegt hat.Papenburg kann aber schon jetzt auf Zuschüsse hoffen: Bund, Land und Stadt wollen insgesamt eine halbe Million Euro dazugeben. Zustimmen muss noch Ende September der Stadtrat.