Zwickaus Polizeichef: Rauschgiftkriminalität nimmt zu
Die Polizei in Zwickau wird ihren Kampf gegen Rauschgiftkriminalität weiter verstärken. Das sagte Polizeipräsident Conny Stiehl am Montag vor Journalisten bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für 2018. Daraus geht hervor, dass die Zahl der Delikte im Kreis auf 798 Fälle (Zwickau 454) gestiegen ist, was vor allem auf verstärkte Kontrollen zurückzuführen sei, sagte Stiehl, auch dank mehr Personal. Eine offene Drogenszene gebe es in Zwickau nicht, ebenso wenig einen Umschlagsplatz. Auch der Neumarkt sei keiner. Insgesamt lasse sich feststellen, dass Crystal und Cannabis zu den am meisten gehandelten Drogen gehörten, wobei es eine Verschiebung hin zum Cannabis gebe. Verstärken will die Polizei die Prävention an Schulen.Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist laut Statistik im Kreis Zwickau gestiegen. In dem Bereich gab es 187 Delikte. Das ist ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zu 2017. Weil aber im Vogtlandkreis erheblich weniger Einbrüche registriert wurden, fällt die Jahresbilanz der auch fürs Vogtland zuständigen Polizeidirektion Zwickau so gut aus wie seit sieben Jahren nicht mehr. Polizeichef Conny Stiehl führt das darauf zurück, dass 2018 weniger Banden unterwegs waren.Etwa jeder sechste ermittelte Straftäter im Kreis Zwickau war im vergangenen Jahr ein Ausländer. In der Stadt Zwickau war es jeder vierte. "Eine eher kleine Gruppe an Intensivtätern ist für den Großteil der Straftaten verantwortlich", sagte Conny Stiehl. Die große Mehrheit der Zugewanderten halte sich an unsere Gesetze, und generell sei der Anteil der ausländischen Straftäter seit zwei Jahren rückläufig.Ingesamt werden die Straftäter immer jünger. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen an den Tatverdächtigen im Kreis Zwickau und im Vogtlandkreis stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf rund 1.500. Deshalb wird in Zwickau ein Jugendkommissariat gegründet.