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Bürgerbefragung: So ticken die Menschen in Zwickau

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Die meisten Zwickauer sind mit ihrem Leben zufrieden, machen sich aber Sorgen um die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung. Das ist ein Ergebnis der ersten Bürgerbefragung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“. Vor allem die zunehmenden Gegensätze zwischen Arm und Reich beunruhigen die Zwickauer. Außerdem glauben über 40 Prozent, dass das Image der Stadt noch immer unter rechtsextremistischen Vorfällen leidet. Interesse an Politik zeigen die Befragten nicht übermäßig, auch das Vertrauen in die politischen Gremien ist nicht besonders ausgeprägt. Polizei und Gerichte werden deutlich besser eingeschätzt. 

Die größten Probleme in der Stadt sind für die Zwickauer die schlechten Straßen, der Ärztemangel und die vielen Baustellen. Auch das Thema Migration beschäftigt die Menschen. Etwa 40 Prozent der Befragten schätzt die Zahl der Ausländer in der Stadt allerdings höher ein als sie eigentlich ist. Dabei sind die Zwickauer keinesfalls antisemitisch eingestellt, es gibt aber enorme Vorbehalte gegenüber Muslimen. Und viele der Befragten haben Angst vor Überfremdung.   

Bevorzugtes Verkehrsmittel der Zwickauer ist das eigene Auto, mit dem sie zur Arbeit, zur Ausbildung oder zum Studium fahren. Der ÖPNV sei ihnen zu teuer, und ein Drittel findet die Anbindungen ungünstig oder schlecht. Knapp 50 Prozent der Befragten könnten sich eine autofreie Zone rund um den Hauptmarkt vorstellen, 30 Prozent lehnen das ab. 

Für die Studie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ wurden im September 2022 exakt 3.000 Einwohner zufällig ausgewählt, 700 davon beteiligten sich. Hier geht es zu den Ergebnissen im Einzelnen.