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Bürgerbündnis: „Wir wollen Bildungs- und Dokumentationszentrum in Zwickau!“

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Das Bildungs- und Dokumentationszentrum zur Aufarbeitung des NSU-Komplexes muss in Zwickau angesiedelt werden. Das verlangt ein Bürgerbündnis.

In einem offenen Brief sprechen die Erstunterzeichner von einer „Riesenchance, als schrumpfende Stadt im ländlichen Raum an Bedeutung zu gewinnen.“ Es könnte sich ein „richtiges Institut“ in Zwickau ansiedeln, auf das Deutschland, Europa und die ganze Welt schauten. So ein Zentrum wäre ein „ganz neuer Wirtschaftszweig für eine Stadt, in der Geisteswissenschaften bislang kaum eine Rolle spielen“. Dass der NSU mal hier gelebt habe, könne man nicht mehr ändern. „Deshalb müssen wir an einer Zukunft arbeiten, in der sich solche Taten nicht wiederholen.“  

Zu den etwa 70  Erstunterzeichnern gehören die ehemaligen Oberbürgermeister Rainer Eichhorn, Dietmar Vettermann und Pia Findeiß, ebenso Landrat Carsten Michaelis. Unterschrieben haben u.a. auch Künstler, Pfarrer, Unternehmer und Gewerkschafter.

Die Autoren einer vor zwei Jahren angeschobenen Machbarkeitsstudie empfehlen Chemnitz und Zwickau als Standorte, wobei als Hauptstandort Chemnitz vorgesehen ist.