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Dieser Sowjet-Heli steht ab dem Wochenende in Culitzsch

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Den Culitzscher Freunden historischer Technik ist kein Aufwand zu groß, um ihre Sammlung zu erweitern. Neben den zahlreichen Fahrzeugen sei an die Minol-Tankstelle erinnert, die sie im Oldtimermuseum aufgestellt haben, oder an den Wachturm der DDR-Grenztruppen, den sie auf ihr Grundstück verfrachteten. Der neueste Coup: ein schon lange ausrangierter sowjetischer Transporthubschrauber, eine Mi-8 S, Baujahr 1973.

Heli mit Luxusausstattung

„Mit ihm flogen die NVA-Generäle und Staatsdiener vom Regierungsflugplatz in Marxwalde (jetzt Neuhardenberg) zu Übungen und Terminen. Im Innenraum befinden sich Sessel und Sofas - früher in rotem Velours. Bis 1994 stand der Hubschrauber in Dienst“, kennt Vereinschef Danny Schwalbe die Historie.

Über eine Annonce ist er auf das historische Fluggerät aufmerksam geworden. Der Besitzer, ein Unternehmer aus Pegau, der die Mi-8 S seit 1994 zu Werbezwecken auf seinem Grundstück stehen hat, wollte ihn loswerden. Der Kaufpreis? „Wir haben Stillschweigen vereinbart.“

Freitagabend startet der Schwerlasttransport 

Am Montag nun rückten Schwalbe und seine technikverrückten Mitstreiter aus. Rotorblätter und Tanks montierten sie vor Ort in Pegau ab. Am Freitagabend wird der Hubschrauber auf einen Schwerlasttransporter gehievt und sich auf den Weg machen ins 113 Kilometer entfernte Culitzsch. Geplante Ankunftszeit: Sonnabend, 6 Uhr.

Und dann? „Die Restaurierung beginnt vermutlich 2026“, sagt Schwalbe. Aufgearbeitet werden soll auch das Heli-Innere, damit sich Besucher reinsetzen können. (mit rko)

Audio:

Reporter Ralph Köhler im Gespräch mit Danny Schwalbe