Im Wahlkreis Zwickau gewinnt AfD-Mann deutlich, CDU-Kandidat kommt ebenfalls in den Bundestag
Im Wahlkreis Zwickau hat sich die AfD klar durchgesetzt. Nach dem vorläufigen Endergebnis verteidigte Matthias Moosdorf mit 39,9 Prozent der Erststimmen sein Direktmandat – damit legte er, verglichen mit der vorangegangenen Wahl, 14 Prozentpunkte zu.
Auf Platz 2 kam Carsten Körber (CDU) mit 23,7 Prozent – das war ebenfalls ein besserer Wert als 2021. Nach dem Gesamtsieg der Union hat der Hartensteiner auch im nächsten Bundestag seinen Platz sicher, denn er steht auf Platz 1 der CDU-Landesliste.
Es folgten mit großem Abstand Jens Juraschka (SPD, 9,9 Prozent), Heiko Döhler (BSW, 9 Prozent) und Patrick Leonhardt (Linke, 7,5 Prozent). Die übrigen rund zehn Prozent fielen auf die anderen sechs Kandidatinnen und Kandidaten. Unter ihnen war der bisherige Bundestagsabgeordnete Nico Tippelt von der FDP.
Der Wahlkreis Zwickau umfasst Zwickau und 23 weitere Kommunen des Landkreises. Neun Städte und Gemeinden im Osten des Kreises gehören zum Wahlkreis Chemnitzer Umland - Erzgebirgskreis II. Dort gewann der AfD-Kandidat Maximilian Krah, gefolgt von Sophie Pojar (CDU).
Update Montag, 15 Uhr: Die Bundestagswahl ist in Zwickau reibungslos verlaufen. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, teilte das Bürgeramt mit. In der Stadt waren rund 67.000 Personen zur Wahl aufgerufen, knapp 77 Prozent beteiligten sich. Oberbürgermeisterin Constance Arndt dankte den rund 650 Wahlhelfern. Sie hätten eine gute und engagierte Arbeit geleistet.
An die nun gewählten hiesigen Bundestagsabgeordneten appellierte Arndt, sich nachhaltig für die Stadt und die Region einzusetzen. Die klammen Kassen der Kommunen oder der Strukturwandel seien nur zwei Beispiele für die großen Aufgaben, die man gemeinsam bewältigen müsse.